Traumatisierung
Was passiert bei einer Traumatisierung?
Traumatisierungen können sich ganz unterschiedlich zeigen: Ständig wiederkehrende belastende Erinnerungen an das Trauma-Ereignis (je nach Schwere oft nur bruchstückhaft), Alpträume, Schlafstörungen, Ängste, sozialer Rückzug, Interessenlosigkeit, Schreckhaftigkeit, Reizbarkeit, Schwindel oder andere psychosomatischen Beschwerden zählen zu den häufigsten Symptomen.
Ein häufiges Anzeichen eines Traumas sind Erinnerungslücken an das traumatische Ereignis.
Im Augenblick der akuten Gefahr funktionieren wir nur noch reflexartig, um unser Überleben zu sichern.
Bei einer Traumatisierung können unsere nächtlichen Träume einer wichtigen Aufgabe nicht mehr nachkommen
Träume haben verschiedenste Aufgaben, die man sicherlich noch lange nicht alle entschlüsselt hat. Eine ihrer Funktionen ist es aber, das Tagesgeschehen zu verarbeiten. Dabei werden die erlebten Gefühle einerseits und der erlebte rationale Inhalt andererseits aufgearbeitet und anschließend quasi „archiviert“.
Bei einer Traumatisierung ist die psychische Belastung so groß, dass die nächtlichen Träume diese Aufgabe nicht mehr übernehmen können. Diese nicht verarbeitbaren Erlebnisse kreisen fortwährend im Kopf umher und es kann zu einer posttraumatischen Belastungsstörung kommen.
Zwei Therapieansätze, die sich ergänzen
EMDR-Traumatherapie
Die EMDR-Therapie ist speziell zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) entwickelt worden. Durch seitlich geführte Augenbewegungen wird eine besondere Stimulation im Gehirn erzeugt (ähnlich wie in einer Traum-Phase). Dadurch können traumatisierende Geschehnisse losgelassen werden.
Gerade traumatisierte Menschen haben oft Probleme, mit geschlossenen Augen die belastenden Ereignisse zu visualisieren. Bei der EMDR-Therapie bleiben Ihre Augen geöffnet. Das bindet Sie ans Hier und Jetzt und Sie verlieren sich nicht in Ihrem Trauma-Erlebnis.
Sicherheit entsteht auch dadurch, dass jede EMDR-Arbeit innerhalb eines festgelegten Protokolls stattfindet. So ist jeder weitere Schritt in eine immer gleichbleibende behutsame Grundstruktur eingebettet, was eine Re-Traumatisierung ausschließt.
Selbstorganisatorische Hypnosetherapie
Die selbstorganisatorische Hypnosetherapie bietet wiederum andere Qualitäten als die EMDR-Therapie. Nicht das Sicherheit gebende strukturierte Protokoll, sondern die Selbstorganisation des Unterbewusstseins steht im Fokus. Der Arbeitsstil kann je nach Entwicklung der Therapiesituation flexibel geändert werden. Ihr Unterbewusstsein entwickelt aus sich selbst heraus die Lösung. Das Vertrauen zur eigenen Kompetenz wächst hier in besonderem Maße.
Jede der beiden Methoden hat seine Qualitäten. Deshalb wende ich häufig eine auf die Traumatisierung abgestimmte Kombination beider Therapieansätze an.
Rufen Sie mich gerne an unter 0151/42831333 oder nutzen Sie mein Kontaktformular, um sich einen ersten Eindruck von mir zu machen. Im Anschluss können wir einen Gesprächstermin vereinbaren.
